Alpen Roadtrip

Mit dem Camper durch die Berge

Zwei Wochen wollen Silke Rommel und Thomas Rathay als Camper-Van-Einsteiger mit einem Wohnmobil durch verschiedene Alpenregionen cruisen. Kommen Sie mit auf eine erlebnisreiche Tour durch den Bregenzerwald, das Fürstentum Liechtenstein, Südtirol und die Dolomiten, Tirol und abschließend die deutschen Alpen.

Text: Silke Rommel Bilder: Thomas Rathay

Bei der Abholung unseres Leih-Campervans fühlen wir uns ein bisschen wie beim ersten Blind-Date. Erst hier zeigt sich, wie die Beschreibung der Statur mit »sportlich schlank« oder »knuffig untersetzt«, real aussieht. 4,96 m Länge und 1,98 m Innenbreite, die unser Camper in die Online-Vorausscheidung schickte, bieten viel Flexi- bilität und ausreichend Stauraum. Auf unsere
üppige Sportausstattung, um fürs Wandern, Radfahren und Klettern gerüstet zu sein, wollen wir auf keinen Fall verzichten. Nachdem also alles gepackt ist, geht’s los. Wir rollen durch die sanfte Hügellandschaft in Oberschwaben und machen uns mit unserem Cockpit vertraut.

Sanfte Eingewöhnung

Im Bregenzerwald freuen wir uns auf einen kleinen, unaufgeregten Campingplatz in Au, den wir uns vor Reisebeginn gebucht haben. Ein sehr überschaubares ebenes Areal, mit drei Grünstreifen, auf dem wir fast freie Platzwahl haben, erwartet uns. Alles sehr übersichtlich und ideal für uns Wohnmobilnovizen. Auch der Ausblick stimmt: In guter Entfernung macht sich die Kanisfluh, der Wahrzeichenberg des Bregenzerwalds, mit der steil abfallenden Kante breit. Für unsere Tage in Vorarlberg haben wir uns zwei Wanderungen vorgenommen und nutzen es aus, dass wir in kein Verpflegungs-Korsett gezwängt sind. So lassen sich unsere  Outdoor-Aktivitäten wunderbar mit kulinarischen Genüssen verbinden.

Frisch und unerwartet gut ausgeschlafen, nach einer ersten Nacht in unserem Dachzelt, starten wir in den ersten Urlaubstag. Vor dem Aufstieg auf die Kanisfluh gönnen wir uns ein leckeres Frühstück mit vielen hausgemachten Leckereien in einem Alpengasthof. Dann geht es 600 Höhenmetern über saftige bunte Almwiesen den Berg hinauf, begleitet von Kuhglocken-Jazz. Kurz vor dem Gipfelkreuz erwartet uns ein bockstarker Empfang von einer rund 15 Tiere großen Steinbockherde. Da verzichten wir gerne auf das Gipfelkreuz-Selfie, um die majestätischen Tiere nicht aufzuscheuchen. Auch bei der »Kulinarischen Wanderung in die Vorsäßsiedlung Schönenbach« bleibt die Camperküche kalt. Schade, an unserem Wandertag regnet es pausenlos. Somit wird aus der Wanderung einfach eine kleine Camper-Roadtour. Käsknöpfle und Co. munden auch bei minimaler körperlicher Anstrengung! 

Tipp: Die zahlreichen kleinen, idyllischen Dörfer und Städtchen lassen sich entspannt zu Fuß erkunden, wenn man den Camper etwas außerhalb des Ortszentrums abstellt.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Heft 01/2018.
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